Ernst-Ingolf Angermann

Mitglied des Niedersächsischen Landtages

Kultusministerin Heiligenstadt muss bei der Schulsozialarbeit in Landesverantwortung nachsteuern - Angermann: Im Landkreis Celle verfügen noch lange nicht alle Schulen über Schulsozialarbeiter

20.06.17

Nach Bekanntwerden der landesweiten Ausstattung der Schulen mit Sozialarbeitern kritisiert der CDU-Landtagsabgeordneten Ernst-Ingolf Angermann auch die mangelhafte Situation auch im Landkreis Celle. „Kultusministerin Heiligenstadt hat bei der Umsetzung der schulischen Sozialarbeit in Landesverantwortung versagt. Die versprochenen Verbesserungen sind ausgeblieben. Vielerorts besteht sogar die Gefahr, dass es zu einer Rückabwicklung bestehender Angebote der Schulsozialarbeit kommt“, sagte Angermann.

Landesweit verfügten gerade einmal sieben Förderschulen über schulische Sozialarbeit – Gymnasien würden vom Land gar keine Stellen zur Verfügung gestellt bekommen, so Angermann. Dies gehe aus der Antwort auf eine CDU-Anfrage im Landtag hervor. Im Landkreis Celle stünden noch zahlreiche Schulen ohne jedwede Stellenzuweisung da. Von 64 Schulen im Landkreis sind 49 davon betroffen.

„Dreiviertel der Schulen erfahren somit keine Unterstützung – ein unhaltbarer Zustand. Die Benachteiligung einiger Schulformen durch Kultusministerin Heiligenstadt ist durch nichts zu rechtfertigen. Wir fordern die Landesregierung auf, Förderschulen, Grundschulen und Gymnasien in gleichem Maße mit Schulsozialarbeit auszustatten wie die übrigen Schulformen. Auch die Schlechterstellung von Halbtagsschulen muss beendet werden“, forderte der Landtagsabgeordnete.

„Von der angekündigten systematischen Ausstattung mit Schulsozialarbeit sind die Schulen in Niedersachsen weiter entfernt denn je. Die Kultusministerin muss zum neuen Schuljahr nachsteuern“, sagte Angermann.

Die CDU-Landtagsfraktion unterstütze ferner die Forderung von Verbandsvertretern nach einem Gesamtkonzept, das auch die Einbindung Freier Träger mit berücksichtige. „Dies entspricht dem, was wir seit Bekanntwerden der rot-grünen Pläne immer wieder im Landtag gefordert haben“, sagte Angermann und verwies unter anderem auf den Antrag der CDU-Landtagsfraktion „Schule als Lern- und Lebensort gestalten – Schulsozialarbeit ausweiten und verstetigen“ (Drs. 17/5860).